28.04.2026

Wenn Stimme Verbindung schafft

Fortbildungstag für unsere Ehrenamtlichen

Am Samstag durften wir einen besonderen Fortbildungstag mit unseren ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern erleben. Gemeinsam mit 22 Teilnehmenden haben wir uns intensiv mit dem Thema somatische Stimmheilung beschäftigt – einem Ansatz, der Körper, Stimme, Nervensystem und innere Präsenz miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt stand für uns die Frage, wie Stimme nicht nur über Sprache wirkt, sondern auch als Ausdruck von Kontakt, Resonanz und Nähe erfahrbar werden kann. Gerade in der Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen erleben wir immer wieder Situationen, in denen Worte nicht mehr möglich sind oder einfach nicht mehr ausreichen. Dann können eine ruhige Präsenz, ein achtsamer Klang oder das gemeinsame Spüren von Resonanz eine besondere Form der Verbindung schaffen.

Im ersten Teil der Fortbildung haben wir den Zusammenhang zwischen Körper, Stimme, Nervensystem und Stress kennengelernt. In praktischen Entspannungs- und Selbstregulationsübungen konnten wir selbst erfahren, wie wichtig Selbstfürsorge, Abgrenzung und Resilienz für unsere Begleitungsarbeit sind. Denn wenn wir anderen Menschen Halt geben möchten, brauchen wir auch einen guten Zugang zu unseren eigenen Kräften.

Im zweiten Teil stand die praktische somatische Stimmarbeit im Mittelpunkt. Beim freien und geführten Tönen konnten wir ausprobieren, wie Stimme den Körper beruhigen, innere Räume öffnen und Kontakt jenseits von Sprache ermöglichen kann. Dabei ging es nicht um Gesang oder Leistung, sondern um achtsames Wahrnehmen, Spüren und In-Beziehung-Sein.

Begleitet wurden wir an diesem Tag von Sorniza Pantschevska, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Coach für somatische Stimm- und Präsenzarbeit. Mit ihrer einfühlsamen und praxisnahen Art hat sie uns wertvolle Impulse für unsere ehrenamtliche Begleitung mitgegeben.

Wir sind dankbar für diesen intensiven Fortbildungstag, für die Offenheit unserer Ehrenamtlichen und für die Bereitschaft, sich immer wieder auf neue Erfahrungen einzulassen. Unser Engagement in der Hospizarbeit lebt genau davon: Menschen mit Achtsamkeit zu begegnen – mit Worten, mit Stille, mit Präsenz und manchmal auch mit der eigenen Stimme.